Nein zu Testspielen gegen Red Bull!

Nach den positiven Eindrücken des letzten Jahres hatten nicht wenige Fans auch in diesem Jahr den Plan, unser Team ins Trainingslager zu begleiten. Der Termin wurde zeitnah kundgetan. Auch dass es nach Österreich gehen sollte, wurde bekannt gegeben. Auf weitere Details wartete man dann aber von Woche zu Woche vergeblich. Während fast alle anderen Vereine ihre Fans durch zeitnahe Kommunikation „mitnahmen“, ruhte bei unserem Verein in dieser Hinsicht der Ball. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass Energie-Fans im Trainingslager einfach unerwünscht waren. Erst nachdem mit intensiver Selbstrecherche Infos beschafft werden konnten – inklusive eines Highlight-Spiels an einem Samstag gegen den britischen Zweitligisten Swansea City – sah sich unser Verein dazu berufen, selbst in aller Kürze zu informieren. Leider geschah das auch um mitzuteilen, dass genau dieses attraktive Spiel nicht zustande kommen würde.

Die Pläne für einen längeren Aufenthalt in Österreich waren von vielen zu dieser Zeit längst geschmiedet. So fanden sich etwa 250 Energie-Fans am Mittwoch beim ersten Testspiel gegen Mlada Boleslav ein. Die Hoffnung, dass sich für den Samstag doch noch ein anderer Testspiel-Gegner auftun würde, war bei vielen noch vorhanden. Vereinsseitig wurde dies auf Nachfrage kurz vor Anpfiff jedoch noch nahezu ausgeschlossen. Doch im Verlaufe des Spiels sickerten bald Gerüchte durch, die dem entgegenstanden. Nachdem das Ergebnis und die spielerische Leistung gegen die Tschechen Sorgenfalten bereiteten, die Mannschaft es nicht einmal für nötig hielt, mit einem kurzen Applaus oder anderer Reaktion den anwesenden Energie-Fans zu danken, setzte die in Eigenrecherche in Kenntnis gebrachte Begegnung gegen RB Salzburg dem Ganzen die Krone auf.

Die ohnehin kaum mehr zu unterbietende Informationspolitik unseres Vereins bezüglich des Trainingslagers erfuhr damit ihren negativen Höhepunkt. Vor allem aber kritisieren wir scharf, dass unser Verein im stillen Kämmerlein einem Konstrukt für eine Testspielbegegnung Tür und Tor öffnet, welchem die Mehrheit aller anderen Vereine aus gutem Grund sofort eine Absage erteilen würde. Dass das Spiel dann ohnehin unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll, verkommt da fast zur Nebensache. Egal ob mit oder ohne Zuschauer, egal aus welchen vermeintlichen Gründen, unsere Forderung ist ungebrochen klar: NEIN ZU TESTSPIELEN GEGEN RED BULL! Es spricht Bände, dass unser Verein diese Begegnung bis zuletzt mit aller Macht zu verschweigen versucht. Alles zusammengenommen, kann man hier getrost von einem Schlag ins Gesicht der Energie-Fans sprechen.

Mit einer großen Portion Enttäuschung im Gepäck treten wir als UR, immerhin in zweistelliger Anzahl anwesend, nun die Rückreise an. Von unserem Verein wünschen wir uns, dass die zuletzt viel beschworene Einheit zwischen Verein und Fans nicht zu einer Floskel verkommt.

Ultima Raka im Juli 2026